Einleitung
Malta war für mich erst auf den zweiten Blick wunderschön, bei der ersten Reise im Jahr 2017 waren die Eindrücke noch nicht so besonders.
Mir blieben eigentlich die Erinnerungen an Steine, Steine und nochmals Steine und ja dazwischen zu dicht bebaute Orte. Natürlich hat mir Medina und Valletta gefallen, aber etwas hat gefehlt, ob die zu vielen Engländer oder die doch auch mühsamen Busverbindungen hier einen zu großen negativen Eindruck hinterlassen haben, kann ich nicht sagen.
Doch 2020 kam Corona, meine Reisepläne wurden ein wenig geändert, eigentlich stand Bali auf dem Plan, nun war dies von dem einen auf den anderen Tag nicht mehr möglich. Wie es der Zufall so wollte, waren Flüge und Hotels im Juni 2020 für Malta unglaublich günstig. So wurden es spontan 5 Tage auf Malta und ich bin froh es nochmals probiert zu haben mit Malta.
In den nächsten paar Zeilen möchte ich euch Malta und seine Sehenswürdigkeiten näherbringen!
Überblick
Malta ist ein Mittelmeerstaat, welcher aus mehreren Inseln besteht. Die Inselgruppe liegt unterhalb Siziliens und oberhalb der Nordküste Afrikas. Die Hauptstadt Valletta (ca. 5800 Einwohner) ist die kleinste Hauptstadt der EU, sowohl in der Fläche als auch Einwohner technisch. Insgesamt leben auf Malta knapp 520.000 Menschen. Die Währung ist EURO und die Landessprachen sind Maltesisch und Englisch.
Dauer
Jedoch die spannende Frage, wie lange sollte ich für Malta einplanen?
Malta ist eine so spannende, aber auch kleine Insel, wodurch der Aufenthalt variieren kann, du hast nur ein verlängertes Wochenende Zeit? Super dann erkunde in 4 Tagen Valletta und der umliegende Ort. Du willst 7–14 Tagen bleiben auch großartig, weil ihr hier nun auch noch Gozo und alle Sehenswürdigkeiten auf Malta entdecken könnt und nebenbei auch zudem genügend Zeit für Erholung ist.
Anreise
Viele Möglichkeiten, nach Malta zu kommen, gibt es nicht. Für wahrscheinlich 99 % Prozent wird der Flug die einzige sinnvolle Option sein. Der Malta International Airport ist der einzige Flughafen des Landes, er liegt ca. 5 km südwestlich von Valletta mit dem Taxi/Bus oder Mietwagen erreicht ihr die Hauptstadt in gut 20–30 Minuten. Flüge finden von den großen deutschen Städten mit Air Malta oder Ryanair statt.
Ab Wien, meinem Heimatflughafen fliegen wie von Deutschland ebenso Ryanair als auch Air Malta. Flüge finden das ganze Jahr über statt. Im Sommer werden die Flüge jeden Tag durchgeführt, in den kühleren Monaten können die Verbindungen auf ein paar Tage die Woche heruntergefahren werden.
Die restlichen 1 % können mit der Fähre von Sizilien die Insel Malta erreichen. Für die Überfahrt plant ungefähr 2 Stunden von Pozzallo ein, es gibt außerdem eine Verbindung von Catania, hier solltet ihr gut 4 Stunden für die Überfahrt einberechnen.
Transport
Auf Malta kommt ihr recht gut mit den lokalen Bussen voran, was hier nur auch eventuell in Anbetracht der Hotelwahl bedacht werden sollte, dass die beste Anbindung vom Valletta Busterminal starten. Von dort kommt Ihr überallhin, wo ihr wollt. Solltet ihr in Sliema, St Julians etc. wohnen, kann es schon mal vorkommen, dass ihr zuerst nach Valetta mit dem Bus fahrt und dann umsteigen müsst.
Ebenso ist natürlich der Mietwagen eine Option, es kann jedoch schon schnell mal eng werden und der Verkehr ist natürlich auch nicht mit dem DACH-Raum zu vergleichen.
Parken ist ebenso dann etwas schwieriger, da hier nicht überall einfach und schnell Parkplätze zu bekommen sind.
Was ich als gute Option fand, ist ein Roller, hier könnt ihr schnell und einfach filtern, habt keine Parkplatzprobleme und könnt die frische Luft genießen.
Hier sei nur zu bedenken, dass es auch viele Roller gibt, welche technisch nicht auf dem neuesten Stand sind, daher vorher einmal Bremsen etc. testen.
Wetter
Grundsätzlich kann Malta das ganze Jahr bereist werden, die Sommer sind sehr heiß und trocken, dafür jedoch auch bestes Badewetter, falls Kultur und Erholung kombiniert werden. Den perfekten Reisezeitraum finde ich jedoch Mai/Juni sowie September.
Sehenswürdigkeiten
Ihr solltet nun gut vorbereitet sein, wie ihr nach Malta kommt, wie ihr euch fortbewegt, nun fragt ihr euch: Was soll ich mir ansehen, was kann ich erleben, hier kommen nun meine Tipps, was ihr unternehmen könnt!
Valetta
Die kleinste Hauptstadt der EU hat viel zu bieten, 2018 war sie sogar Kulturhauptstadt Europas.
Besonders gut haben mir die Upper und Lower Barakka Gardens gefallen, von den Upper Barakka Gardens habt ihr einen wunderschönen Panorama-Blick auf das Meer und die umliegenden Bastionen. Valletta gilt als eine der bestgeschützten Altstädte der Welt, da sie durch diese optimal geschützt liegt.
Das Fort Sant Elmo ist ebenso sehenswert, hier sind leider aber große Teile des Areals nicht begehbar. Jedoch die bekannteste Sehenswürdigkeit in Valletta ist die St. John’s Cathedral. Die Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert gebaut und prägt seitdem das Stadtbild von Valletta.
Ebenso nett ist die Valletta Waterfront mit ihren Restaurants, wo ihr schön am Wasser essen könnt. Wie überall, wo vielen Touristen sind, finden sich auch dort Touri fallen, wo das Essen gemieden werden sollte.

Mdina
Für mich ist Mdina die schönsten und süßesten Städte auf Malta. Die Geschichte geht bereits bis in die Bronzezeit zurück, sprich über 4000 Jahre. Seitdem wurde die Stadt immer mehr ausgebaut und ist heute einer der Touristenhotspots der Insel, daher empfehle ich, um die Stadt in seinem ursprünglichen Charme zu erleben, entweder früh zu kommen oder lange zu bleiben. Dann könnt ihr in aller Ruhe die kleinen engen Gassen, die Kalksteinfassaden sowie die Paläste und die Kathedrale erkunden.
Mdina erreicht ihr mit dem Bus von Valetta in einer guten halben Stunde, da die Stadt mit einem Burggraben und einer Stadtmauer umrundet ist, hält der Bus vor dem Stadttor. Dieses ist in der Serie Game of Thrones als Stadttor der Hauptstadt Königsmund zu sehen.
Marsaxlokk
Der kleine Fischerort Marsaxlokk liegt im Süden der Insel und ist mit dem Bus von Valletta in gut 35–40 Minuten zu erreichen. Dieser kleine Ort ist vorwiegend aufgrund seiner bunten Fischerboten und des Marktes bekannt geworden. Die Kirche „Our Lady of Pompei“ ist ebenso eine der wenigen Sehenswürdigkeiten, die es vor Ort gibt.
Da es hier jedoch sonst nicht viel zu entdecken gibt, kann man sich hier gut Zeit nehmen und die Promenade entlangspazieren oder sich direkt am Wasser in einem der Cafés zu erfrischen.
Die Stadt zählt seit vielen Jahrhunderten als wichtiger Hafen für Malta, bereits die Phönizier und Römer haben den Hafen benutzt. Der Name Marsaxlokk setzt sich aus dem arabischen Wort „Marsa“, Hafen, sowie dem maltesischen Wort „xlokk“, Südwind zusammen.
St. Peter’s Pool
Wenn ihr euch schon in Marsaxlokk befindet, könnt ihr auch dem St. Peter’s einen Besuch abstatten. Dieser natürliche Swimmingpool liegt etwas abgeschieden an der Spitze des Delimara Point. Um dort hinzukommen, fährt ihr eine ziemlich ruppige Straße entlang, vom Parkplatz sind es dann noch ein paar Schritte zur Bucht. Es gibt Leiter, aber am meisten Spaß macht der Sprung ins kühle Nass. Erreichen könnt ihr diesen mit dem Bus schwer, hier benötigt ihr je nach Tempo vom Busstop circa 30-45 Minuten. Es empfiehlt sich daher die Anfahrt mit Mietwagen oder Roller.
Ħaġar Qim
Im Südwesten der Insel findet ihr eine der fünf großen Tempelkomplexen auf Malta.
Die Tempel sind bereits zwischen 3600 und 2500 v. Chr. entstanden. Seit 1992 ist Sie mit anderen Tempelanlagen auf Malta ein UNESCO Weltkulturerbe. In Haqar Qim wurden bereits ein Säulenaltar, zwei Tisch-Altäre und einige Stein- und Tonstatuetten ausgegraben. Hier könnt ihr noch Geschichte live erleben, obwohl die Anlage seit 2009 überdacht, ist es vorwiegend in den Sommermonaten heiß und Schatten ist kaum zu finden. Mit dem Bus seid ihr in gut 30–45 Minuten vor Ort.
Dingli Cliffs
Die Klippenformation ist der höchste Punkt Maltas auf circa 253 Meter. Dort könnt ihr euch einen ruhigen Platz suchen und die Aussicht auf das Mittelmeer und die Klippen genießen. Extra anfahren würde ich dies Ort nicht, da ihr auch an anderen Orten Maltas schöne Aussichten hat, jedoch beim Sonnenuntergang strahlt der Ort dann seine ganze Magie aus. Parkplätze sind vorhanden. Mit dem Bus benötigt ihr gute 50 Minuten, wie jedoch schon oben geschrieben würde ich den Weg nur auf mich nehmen, wenn ich in der Nähe weitere Orte erkunden will wie z. B. die Ħaġar Qim.

Gozo
Die zweitgrößte Insel Maltas ist Gozo, auf ihr leben circa 32.000 Einwohner. Die Insel erreicht ihr mit der Fähre von Cirkewwa. Gut 20 Minuten dauert die Fahrt, die Tickets sind je nachdem ob zu Fuß oder mit Roller/Auto unterschiedlich teuer. Berechnet hier circa 5–15 € pro Person.
Auf Gozo könnt ihr dann folgende Sehenswürdigkeiten entdecken:
- Victoria mit Ihrer beeindruckenden Zitadelle
- Tempel Ggantija, dieser ist älter als die Pyramiden in Ägypten
- Wied il-Għasri, eine Schlucht mit kristallklarem Wasser, welches zum Schwimmen einlädt
- Die Salzterassen im Norden von Gozo
- Ramla Bay, Strandabschnitt in einer natürlichen Bucht
- Inland Sea, beliebter Tauchspot und Badespot, welcher durch eine Höhle vom offenen Meer getrennt ist
FAZIT
Die kleine Mittelmeerinsel Malta, ist somit fast das ganze Jahr gut zu bereisen. Während im Sommer man sich im kühlen Nass erholen kann, ist der Herbst und Frühling bestens geeignet, um die vielfältige Kultur Maltas zu entdecken. Ich werde definitiv wieder hinreisen!









